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Alfred Zöchmann
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LCD oder Plasma ?:

Schon seit einiger Zeit liefern sich LCD und Plasma eine Schlacht um die Aufmerksamkeit der Käufer, ohne jemals einen Sieger zu küren. Und einen Gewinner wird es auch nicht geben, denn sowohl Plasma- als auch LCD-Schirme haben spezifische Vorzüge und Schwachstellen. Welche Einbußen man bereit ist hinzunehmen, hängt von den persönlichen Präferenzen ab.

LCD-Fernseher
Bei einem LCD-Gerät werden Flüssigkeitskristalle zur Bilddarstellung genutzt. Diese besitzen die Fähigkeit, die Polarisationsrichtung von Licht zu beeinflussen und so die Farbe zu wechseln.

In den Anfängen mussten Zuschauer kontrastschwache Bilder und langsamen Bildaufbau hinnehmen. Mittlerweile wurden die Startprobleme behoben, obwohl Flüssigkristallbildschirmen bei der Darstellung von Schwarz noch hinterherhinken. Viele kommen kaum über ein dunkles Grau hinaus, da die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms immer aktiv ist. Ältere Gerätschaften neigen zudem zu Wischeffekten, was sich bei schnellen Bewegungen wie Fußballübertragungen bemerkbar macht. Punkten hingegen können LCD-Geräte mit ihrer Größe. Während Plasma-Modelle erst ab einer Bilddiagonale von 94 Zentimeter bereitstehen, gibt es die LCD-Schirme auch in kleineren Ausführungen. Die LCD-Fernseher verfügen meist auch über eine höhere Auflösung als Plasma-Schirme und somit ein höheres Potential auf dem Gebiet der Schärfe. Ob dieses Potential genutzt wird, ist eine Frage der Signalverarbeitung des Geräts. Ist die Elektronik nicht leistungsstark genug, kann die höhere Auflösung auch zum Nachteil werden, da zusätzliche Bildpunkte auch gefüllt werden wollen.

Plasma-Fernseher
Die Bilder bei Plasma-Fernsehern werden mit Hilfe von Gas erzeugt. Das im Gerät befindliche Leuchtmittel wird zum Strahlen gebracht. Jedes Pixel (Bildpunkt) besteht aus drei voneinander getrennten Kammern, die Gas und je eine der drei Farben Rot, Grün oder Blau enthalten. Durch die Mischung dieser Farben werden in einem Pixel die Farbdarstellungen erzeugt. Plasma-Geräten bieten daher einen wesentlich besseren Schwarzwert als LCD-Modelle. Auch Bewegungsabläufe werden flüssig, ohne Ruckeln oder Nachzieheffekten dargestellt.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass die Plasma-Fernseher mehr Strom verbrauchen als LCD-Geräte. Auch wenn der Maximalverbrauch der Plasma-TVs tatsächlich über jenen der LCDs liegt, so muss doch unterschieden werden: Der Strombedarf der Plasma-Geräte hängen von der Helligkeit des gezeigten Bildes ab (helle Darstellungen benötigen mehr Energie, dunkle Bilder weniger). LCD-Fernseher hingegen weisen einen nahezu konstanten Stromverbrauch auf.

LCD:
+ Unempfindlich gegen externe
+ magnetische Störungen
+ Geringe Einbautiefe
+ Lautlos
+ Geringe Leistungsaufnahme

- Farbtreue und Kontrast abhängig vom
- Betrachtungswinkel
- schlechtere Wiedergabe schneller
- Bewegungen
- Ausfall der Hintergrundbeleuchtung
- macht das ganze Display unbrauchbar
Plasma:
+ Großer Betrachtungswinkel
+ Hohe Leuchtkraft
+ Starker Kontrast
+ Geringe Einbautiefe
+ Gleichmäßige Ausleuchtung
+ über die ganze Fläche
+ Unempfindlich gegen
+ magnetische Störungen

- Hoher Stromverbrauch und
- Wärmeentwicklung
- Langfristige Abnahme der Leuchtkraft
- Einbrenneffekt schränkt Einsatzgebiet ein
- Mit Lüfter wahrnehmbare
- Geräuschentwicklung
- Hohes Gewicht

Die Anschlüsse
In einer Multimedia-Hightech-Welt gehört die Anschlussfähigkeit von technischen Geräten zum absoluten Muss.

Ein DBT-Turner ermöglicht den Empfang der österreichischen Sender mittels Zimmer- und Hausantenne. Einige Hersteller bieten mittlerweile auch einen eingebauten Satelliten-Receiver (DVB-S) an, der dann direkt mit der Satantenne am Dach verbunden wird. Ein Zusatzgerät wird dadurch überflüssig und die Bedienung vereinfacht. Einige Geräte kommen auch mit eingebautem Festplattenrecorder auf den Markt, damit kann das Speichern eines Films direkt am Gerät erfolgen.

Auch analoge Schnittstellen (Scart/Cinch/S-Video, ) sollten vorhanden sein, über die Videorecorder, DVD-Player oder ein PlayStation angeschlossen werden können und Bild- und Tonmaterial transportiert wird.

Auflösung
Auch hier gilt nicht immer die höchste Auflösung ist die Beste. Es kommt stark darauf an welche Geräte ich anschließen möchte. Bei hochauflösenden HDTV Komponenten empfiehlt es sich natürlich auch TV-Geräte mit Full HD zu verwenden, doch die meisten Programmangebote kommen eben noch nicht in HDTV-Qualität sondern in normaler PAL Norm Auflösung, welche günstigstenfalls 720 x 576 Pixel beträgt.Diese Auflösung liefern in der Regel alle Geräte, welche über SCART oder S-VHS angeschlossen sind. Höhere Auflösungen sind nur über die HDMI Schnittstelle oder YUV Komponenten erreichbar.

Was heißt das für den Konsumenten? Habe ich normale Satellitenempfangsgeräte( egal ob analog oder digital, denn beim digitalen Satellitenreceiver ist nur der Empfang des Datenstroms vom Satelliten digital, nicht jedoch die Übertragung zum TV - Gerät), empfange ich normales Kabel TV (auch nur PAL Auflösung) oder verwende ich Videorecorder oder DVD Recorder mit SCART Kabel Verbindung, dann kann ich meinem Flat TV eben nur PAL Auflösung anbieten. Der eingebaute Upscale Chip wird natürlich die PAL Auflösung auf die FULL HD Auflösung hochrechnen(interpolieren). Und genau hier beginnt das Problem, schauen Sie sich einmal die Zahlenverhältnisse an:

PAL 720 x 576 Pixel ----------- FULL HD 1920 x 1080 Pixel

Ein gewaltiger Unterschied, der sich unter Umständen in deutlich sichtbaren "Rechenfehlern" im Bild bemerkbar macht und ein unschönes, mit Artefakten vermischtes Bild bringt.

Prinzipiell ist zu sagen, daß bei Verwendung von analogen Bildquellen und das sind außer HDTV Komponenten alle, kleinere Auflösungen zu bevorzugen sind, um Interpolationsfehler durch zu große Auflösungsunterschiede gering zu halten.

Bei kompletter Neuanschaffung aller Komponenten, zb HD Receiver, HD oder BLUEray DVD Player usw., welche mit HDMI Schnittstelle ausgerüstet sind, ist natürlich die höhere und natürlich auch zukunftsichere FULL HD Auflösung zu bevorzugen.

Schlußendlich ist zu sagen, daß bei größeren TV Geräten die Plasma Technologie, unserer Meinung nach, vorzuziehen ist, da diese Geräte in Punkto Schwarzwert und Reaktionszeit des Displays (kein Nachziehen bei schnellen Bewegungen) die bessere Darstellung bieten. Bei Displaygrößen um die 40" bieten jedoch auch die LCD Geräte hervorragende Bildqualität.

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